Schimmelpilz

Wassertropfen innen am Fenster, romantisch oder eher ein Problem…

Es handelt sich hierbei um Kondensat aus einer Taupunktunterschreitung, d.h., die Raumluft ist in diesem Fall mit Wasserdampf gesättigt, sodass die überschüssige Feuchte (Wasserdampf) an der kalten Scheibe und oder an kalten Aussenwänden, beispielsweise ungedämmten Fassaden älterer Gebäude, auskondensiert.

Gipsputz und Tapete in Verbindung mit permanenter Oberflächenfeuchte ist ein idealer Nährboden für Schimmelpilz.

Als Beispiel vorgenannter Taupunktunterschreitung die kalte Flasche Bier aus dem Kühlschrank: kaum entnommen ist sie aussen klatschnass. Hier kondensiert der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf sofort am kalten Glas der Flasche.

Gleiches geschieht durch das Temperaturgefälle an der kalten Wand. Leider gibt es noch sehr viele Altgebäude mit homogenem, ungedämmten Aussenwänden, oft noch mit den damals üblichen Kratzputzen. Im Winter kühlen diese Wände bei Minustemperaturen stark aus, sodass die Wandoberflächen innen oft deutlich unter 10 Grad Celsius aufweisen. An diesen kalten Wänden kondensiert der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf. Die normale rel. Luftfeuchtigkeit sollte bei +/- 50% liegen, wobei 20 Grad warme Raumluft bis zu ca. 17 Gramm Wasser als Wasserdampf pro Kubikmeter Luft aufnehmen kann. Oftmals sind mangels Lüften aber 70% und mehr rel. Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen vorhanden. Diese in der Raumluft enthaltene hohe Feuchtigkeit (Wasserdampf) schlägt sich infolge einer Taupunktunterschreitung auf den kalten Wänden nieder und kann bei dauerhafter Kondensatfeuchte mangels ausreichender Lüftung Schimmelpilz verursachen. Ein Faustformel besagt, dass die Oberflächentemperatur der Innenwände im Winter wegen der Taupunktunterschreitung nicht unter 12.5 Grad Celsius fallen sollte. Auch durch zu nah an der Wand stehendes Mobiliar und dadurch zu geringer feuchtigkeitsabtragende Hinterlüftung kann an diesen Bereichen recht schnell Schimmelpilz entstehen.

Abhilfe schafft täglich mehrmaliges Stoßlüften für einige Minuten und eine Erhöhung der Zimmertemperatur, da wärmere Raumluft deutlich mehr Feuchte im Aggregatzustand Wasserdampf aufnehmen kann als kühlere Luft unter 20 Grad.

Tip: beim Lüften mit komplett geöffnetem Fenster beschlägt sofort von außen das Fensterglas. Es sollte so lange gelüftet werden, bis dieser Beschlag (Kondensat) weg ist.

Letztlich sollte aber das Übel an der Wurzel gepackt und die Fassade mit einem WDVS System gedämmt werden!

Christian Ring (Sachverständiger)

ProFix®. Immer besser.


Wenn Sie Schwarz sehen, dann ProFix®

Gerade bei sogenannten Allmählichkeitsschäden wie beispielsweise bei einer über längere Zeit unbemerkten Rohrleckage kommt es immer wieder zu sehr gesundheitsschädlichem Schimmelpilz.

Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel von extremen Schimmelpilzbefall einer kompletten Mietwohnung. Die so unbewohnbare Wohnung musste geräumt, desinfiziert und saniert werden.

ProFix Mitarbeiter beim Entfernen von betroffenen Wandbelägen

Desinfektion mit ProFix® Spülsystem

Für Desinfektionen von Estrichdämmschichten haben wir ein eigenes Verfahren entwickelt.

Hierbei wird mit einer Hochdruck-Pumpe eine Desinfektionslösung in 5 mm Bohrungen gepresst. Anhand des an der Pumpe befindlichen Manometer kann erkannt werden, ob genügend Desinfektionsflüssigkeit in die Dämmschicht gelangt.